
Diesen Monat steht Våre Strender im Rampenlicht, eine Organisation, die hervorragende Arbeit in und mit unseren norwegischen KIMO-Mitgliedsgemeinden Arendal und Grimstad leistet. Durch die Einbeziehung der lokalen Gemeinschaft und lokaler Interessengruppen hat die Organisation einen großen Einfluss auf den Kampf gegen die Meeresverschmutzung in Südnorwegen. Våre Strender wird von einem Kooperationsrat verwaltet, der sich aus Mitarbeitern von zusammensetzt NORD, Med Hjertet für Arendal, Grid-Arendal, Friluftsradet Sør, hat das Freiwilligenzentrum Tromøy, Plastreturs Umweltprojekt, Mitglieder von FIVH-A und Arendal Gemeinde. Wir haben Eugene Guribye, Forschungsleiter bei NORCE, getroffen, um mehr über Våre Strenders Arbeit zu erfahren:
Bitte erzählen Sie uns etwas mehr darüber, wie Våre Strender funktioniert
Våre Strender zielt darauf ab, die gemeinsame Schöpfung zu erleichtern, um die Meeresverschmutzung durch Plastik im Raet-Nationalpark in Südnorwegen zu bekämpfen, der sich über die Gemeinden Arendal, Tvedestrand und Grimstad erstreckt. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem Nationalpark, lokalen Entsorgungsunternehmen, NGOs, einer Vielzahl von Unternehmen und Aktivisten in der lokalen Gemeinschaft konnte die Organisation auf das massive globale Engagement gegen die Meeresverschmutzung durch Plastik zurückgreifen und die lokale Gemeinschaft mobilisieren in einer gemeinsamen Anstrengung, bei der jeder seinen Teil leistet.

Können Sie uns ein paar Beispiele aus der Praxis geben, was Sie erreicht haben?
Bisher wurden in diesem Jahr erstaunliche 50 Strände und Küstengebiete von der lokalen Gemeinschaft adoptiert, die sich verpflichtet haben, ihre jeweils adoptierten Gebiete zweimal im Jahr von Plastik zu reinigen. Dazu gehören lokale Schulen, Kindergärten und NGOs, aber auch lokale Unternehmen, die einen Beitrag leisten wollen. Eine Reihe von Kisten mit Säuberungsausrüstung wurden auch im Nationalpark verteilt, um spontanere Bemühungen zu erleichtern. In Zusammenarbeit mit Aktionsforschern hat sich die Organisation auch gezielt darum bemüht, ausgegrenzte Gruppen in Strandsäuberungsaktionen einzubeziehen, darunter Flüchtlinge, Menschen, die sich von Drogenmissbrauch erholen, Arbeitslose und Zivildienstleistende. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Aktivitäten zu einem Gefühl der Inklusion sowohl in lokalen als auch in globalen Bewegungen beigetragen haben. Darüber hinaus tragen Strandsäuberungsaktionen wesentlich zum Bewusstseinswandel in Bezug auf die Reduzierung von Plastikmüll bei.

Sehr inspirierende Beispiele! Konzentrierst du dich hauptsächlich auf Strände oder arbeitest du auch in der Küstenzone?
Während diese und viele andere Aktivitäten an Land stattfanden, hat die Organisation auch beträchtliche Aktivitäten unter Wasser koordiniert und modernste Technologie eingesetzt, um sogenannte Geisterfischerausrüstung zu bergen, die in den letzten 20 Jahren oder so verloren gegangen ist. Die gemeinsamen Bemühungen des innovativen Unternehmens Green Bay, des örtlichen Tauchclubs Arendal Undervannsklubb sowie lokaler Freizeitfischer und anderer Interessengruppen haben allein im Jahr 2019 zur Bergung von fast 500 Hummerfallen, Fischernetzen und anderer Ausrüstung geführt.

Was können Kommunen aus dem Erfolg von Våre Strender lernen?
Die Erleichterung der Mitgestaltung in der lokalen Gemeinschaft auf diese Weise scheint auf eine nachhaltigere Lösung für eine gemeinsame Herausforderung hinzudeuten, als die Beseitigung der Meeresverschmutzung durch Plastik an einzelne NGOs oder Unternehmen auszulagern.
Wir wünschen Våre Strender weiterhin viel Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit und hoffen, dass ihr „Best-Practice“-Beispiel dazu dient, andere KIMO-Mitglieder zu inspirieren.